Die doku­men­tierte Geschichte der Stadt Freistadt im unteren Mühl­viertel in Ober­öster­reich beginnt mit der ersten urkund­lichen Erwäh­nung 1241. Die Stadt wurde im frühen 13. Jahr­hundert plan­mäßig angelegt. Ihre Blüte­zeit lag zwi­schen dem 14. und 16. Jahr­hundert, als Frei­stadt eine wichtige Handels­stadt zwischen dem Donau­raum und Böhmen war. In dieser Zeit führte der einzige erlaubte Weg von Linz nach Budweis durch die Stadt (Straßen­zwang). Der Dreißig­jährige Krieg und die Gegen­reforma­tion samt deren Folgen veränderten die Bedeu­tung der ehema­ligen Grenz­stadt, die nach und nach sämtliche Privile­gien aus der Grün­dungs­zeit verlor. Im Zuge des aufge­klärten Abso­lutis­mus in Öster­reich wurde Freistadt Ende des 18. Jahr­hunderts kurz­zeitig zur Kreis­stadt des Mühl­viertels. Seit dem Jahr 1850 ist die Stadt Sitz der Bezirks­haupt­mann­schaft des gleich­namigen Bezirks und entwickelte sich zur Schul­stadt. Ein Auf­schwung ist seit dem Ende des 19. Jahr­hunderts in Frei­stadt wieder sichtbar, unter anderem durch den Auf- und Ausbau der Infra­struktur. In den beiden Welt­kriegen fanden keine Kampf­hand­lungen im Raum Freistadt statt. Heute ist Freistadt das wirt­schaft­liche, schulische und kultu­relle Zentrum des Bezirks. – Mehr erfahren …