Marte Sorge (Mädchenname und Pseudonym; bürgerlich Marte Schürer-Stolle; * 16. April 1871 in Treuen; † 27. Juli 1946 in Schmölln) war eine deut­sche Schrift­stellerin, Lyrike­rin und Redak­teurin. Sie gilt als die schöpfe­rischste vogt­ländi­sche Heimat­schrift­stellerin in der ersten Hälfte des 20. Jahr­hunderts. Als einzige Frau war sie Vor­stands­mitglied der Vereini­gung vogt­ländi­scher Schrift­steller und Künst­ler. Sorge arbei­tete für verschie­dene Kinder­zeit­schriften und war Redak­teurin für die Neue Vogt­ländi­sche Zeitung, das West­fälische Tages­blatt und die Offen­bacher Zeitung. Darüber hinaus war sie Mitglied des Reichs­verbands der Deut­schen Presse. Neben Gedicht­bänden verfasste Sorge Märchen­dramen, die an Bühnen im In- und Aus­land aufge­führt wurden. An diesen Inszenie­rungen wirkte sie als Darstel­lerin auf Theater- und Frei­licht­bühnen mit. In ihrem litera­rischen Werk befasste sich Sorge mit den Höhen und Tiefen mensch­lichen Lebens, der vogt­ländi­schen Natur und Land­schaft sowie mit histori­schen und heimat­kund­lichen Stoffen. Politisch enga­gierte sie sich als Frauen­recht­lerin im gemäßigten Flügel der deut­schen Frauen­bewegung. 1907 trat Sorge dem Frauen-Verein Plauen bei und wurde später zum Vor­stands­mitglied gewählt. – Mehr erfahren …