Die Geschichte des Alkohol­konsums in Ost­friesland ist über Jahr­hunderte hinweg von zeit­genössischen Berichten über über­mäßigen Konsum geprägt. Im 18. und 19. Jahr­hundert führte die weite Verbreitung des Brannt­weins, die von Beobachtern als „Brannt­weinpest“ bezeichnet wurde, zur Entstehung zahlreicher Brennereien und zugleich zu ersten Abstinenz­bewegungen. Parallel dazu entwickelte sich die ausgeprägte ostfriesische Teekultur, die als kulturelles Gegen­modell gilt und bis heute ein charakteristisches Merkmal der Region darstellt. Trotzdem liegen die Fälle von Alkohol­missbrauch auch gegen­wärtig (Stand: 2023) in den Land­kreisen Aurich (+31 %), Witt­mund (+19 %) sowie der Kreis­freien Stadt Emden (+60 %) weit über dem nieder­säch­sischen Landes­durch­schnitt. Lediglich im Land­kreis Leer liegen sie etwas darunter. – Mehr erfahren …