Die Völkerschau der „Lappländer“ 1875 war die erste Völkerschau Carl Hagenbecks, bei der sechs Samen (damals meist noch „Lappländer“ genannt) zusammen mit 31 Rentieren zuerst im damaligen Tierpark Hagenbeck am Neuen Pferdemarkt in Hamburg-St. Pauli und anschließend noch in Berlin und Leipzig zur Schau gestellt wurden. Zur Gruppe der Samen zählten ein Ehepaar mit einem Kleinkind und einem Säugling sowie ein Vater mit seinem Sohn. Heute vor 151 Jahren kam die Gruppe in Hamburg an und erregte große Aufmerksamkeit, weil die Tiere auf dem Weg vom Hafen in die Stadt scheuten und ausbrachen. In der Forschung gilt Hagenbecks „Lappländer“-Schau von 1875, die später häufig, aber unzutreffend auf das Jahr 1874 datiert wurde, als Initialzündung zur Etablierung des Ausstellungstyps der Völkerschauen. – Mehr erfahren …