Magnús Eiríksson (* 22. Juni 1806 in Skinnalón, Norður-Þingeyjarsýsla, Island; † 3. Juli 1881 in Kopenhagen) war ein isländischer Theologe, religiöser Schriftsteller und Zeitgenosse Sören Kierkegaards und Hans Lassen Martensens in Kopenhagen. Sein Werk lässt sich in zwei Hauptphasen einteilen: die Zeit seiner Auseinandersetzung mit der spekulativen Theologie Hans Lassen Martensens und die Zeit seiner immer schärfer werdenden Kritik an der Bibel und den kirchlichen Dogmen (1863–1877), vor allem am Dogma der Trinität Gottes und der Göttlichkeit Jesu Christi. Die 12 dazwischenliegenden Jahre, in denen Magnús Eiríksson nur ganz vereinzelt Artikel in Zeitungen und Zeitschriften sowie zwei kleine pseudonyme Schriften veröffentlichte, können dagegen als Zeit des „literarischen Schweigens“ charakterisiert werden. Während Magnús sich schon zur Zeit seines Studiums von der rationalistischen Theologie und Bibelexegese Henrik Nicolai Clausens überaus angesprochen fühlte, verspürte er von Anfang an eine tiefe Abneigung gegenüber Nikolai Frederik Severin Grundtvig und dessen Anhängerschaft, die er abfällig als „die katholisierenden Theologen“ bezeichnete. – Mehr erfahren …