Paianios (altgriechisch Παιάνιος, geboren wohl um 337, gestorben nach 379) war ein spät­antiker griechischer Über­setzer und Rechts­anwalt, der im 4. Jahrhundert in Syrien im öst­lichen Teil des Römischen Reiches lebte. Er verfasste eine Über­setzung von Eutropius’ kurz­gefasster römischer Geschichte, die von der Gründung der Stadt durch Romulus (753 v. Chr.) bis zum Tod des Kaisers Jovian (364 n. Chr.) reicht. Im Gegen­satz zu einer späteren Über­setzung desselben Werks (von Kapiton von Lykien, spätes 5./frühes 6. Jahrhundert) ist die des Paianios in mehreren Hand­schriften erhalten (direkt überliefert). Der erhaltene Teil der griechischen Über­setzung reicht bis zu Jovians Vor­gänger Julian. Wie Eutropius’ Breviarium war Paianios’ Metaphrasis („Übersetzung“) im 17. und 18. Jahr­hundert Anfänger­lektüre im alt­sprachlichen Unterricht, verschwand jedoch mit dem Neu­humanismus aus dem Kanon der Schul­autoren. – Mehr erfahren …