Die Deportation von Juden aus Mainz war die syste­mati­sche Verschlep­pung Mainzer Jüdinnen und Juden in Ghettos oder Vernich­tungs­lager zur Zeit des National­sozialis­mus. Die Depor­tation von Juden aus Deutsch­land fand im Rahmen der „End­lösung der Juden­frage“, wie die seit Mitte 1941 geplante physi­sche Vernich­tung des jüdi­schen Volkes im national­sozialisti­schen Deutsch­land verschlei­ernd genannt wurde, statt. Es begann bei den jüdi­schen Perso­nen in Mainz im März 1942 mit der ersten und zahlen­mäßig umfang­reichsten Depor­tation. Weitere Trans­porte folgten im Herbst des Jahres und im Februar 1943. Insge­samt wurden circa 1130 Jüdin­nen und Juden aus Mainz anfangs in das Zwischen­lager Piaski und später nach There­sien­stadt oder direkt nach Auschwitz oder Treb­linka depor­tiert. Die meisten Depor­tierten wurden in einem der Ghettos oder Ver­nichtungs­lager ent­weder ermor­det oder starben auf­grund Hunger, Zwangs­arbeit oder Krank­heit. Auch ent­zogen sich gerade vor den beiden fast zeit­gleich statt­finden­den Depor­tatio­nen im Septem­ber 1942 viele jüdische Mit­bürgerin­nen und Mit­bürger durch Suizid ihrer Depor­tation. Von den 1942 bis 1944 depor­tierten Menschen über­lebten nur wenige Perso­nen. Aus There­sien­stadt kehrte im Juli 1945 eine Gruppe von 24 Perso­nen nach Mainz zurück. Einer von ihnen, Max Waldmann, wurde später erster Vorsitzen­der der neu gegrün­deten jüdi­schen Gemeinde in Mainz. – Mehr erfahren …