Carl Philipp Gott­lieb Claus­witz, später Clause­witz, ab 1827 von Clause­witz, (* 1. Juli 1780 in Burg; † 16. November 1831 in Breslau) war ein preußischer General­major, Heeres­reformer, Militär­wissenschaftler und -ethiker. Clause­witz wurde durch sein unvollendetes Haupt­werk Vom Kriege bekannt, das sich mit der Theorie des Krieges beschäftigt. Seine Theorien über Strategie, Taktik und Philosophie hatten großen Einfluss auf die Entwicklung des Kriegs­wesens in allen westlichen Ländern und werden bis heute an Militär­akademien gelehrt. Sie finden auch im Bereich der Unternehmens­führung sowie im Marketing Anwendung. In der militärischen Fach­welt gewann Clause­witz’ Werk zunächst wenig Aufmerksamkeit. Erst der Chef des deutschen General­stabes Helmuth von Moltke verhalf dem Buch Vom Kriege zu breiter Anerkennung. Moltke reduzierte Clause­witz’ Theorien auf ihr strategisches Kalkül, indem er meinte, die Politik bestimme lediglich den Beginn des Krieges. Während des Krieges selbst müsse sie sich dem Militär unterordnen. Diese Sicht­weise wurde im General­stab bereits nach Bismarcks Sturz 1890 und dann bis zum Ersten Welt­krieg zur Tradition, so dass die Politik in der End­phase der Juli­krise 1914 wenig Einfluss hatte, vor allem auch am 1. August 1914, der für die Eskalation des Lokal­krieges zum Welt­krieg so entscheidend war. Der Erste Welt­krieg selbst wurde daher zunehmend von militärischen Erwägungen des General­stabes bestimmt. – Mehr erfahren …