Max von der Grün (* 25. Mai 1926 in Bayreuth; † 7. April 2005 in Dortmund) war ein deutscher Schriftsteller und maßgeblicher Erneuerer der Arbeiterliteratur in der Bundesrepublik Deutschland. Nach Kriegsdienst und amerikanischer Kriegsgefangenschaft arbeitete er zwölf Jahre im Ruhrbergbau. Die Erfahrungen als Bergmann prägten seine ersten Texte wie den 1962 erschienenen Roman Männer in zweifacher Nacht über ein Grubenunglück. Gemeinsam mit anderen Autoren gründete von der Grün die Dortmunder Gruppe 61, die sich der Schaffung einer neuen „Literatur der Arbeitswelt“ widmete. Sein zweiter Roman Irrlicht und Feuer (1963) erregte Aufsehen, weil ein Maschinenhersteller die Veröffentlichung wegen angeblicher Falschdarstellung gerichtlich zu unterbinden versuchte. Von der Grün entschied sich für ein Leben als freier Schriftsteller und erlebte seinen Durchbruch zum Bestsellerautor mit der Verfilmung seines zweiten Romans durch das Fernsehen der DDR 1966 und die Ausstrahlung im westdeutschen Fernsehen 1968. In den folgenden Jahren verarbeitete von der Grün in seinen Texten politische Kontinuitäten des Faschismus, betriebliche Überwachung und gesellschaftliche Konflikte. Ein großer Publikumserfolg war das Jugendbuch Vorstadtkrokodile (1976), das die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Arbeitermilieu und den Umgang mit Körperbehinderung behandelte. Neben Romanen verfasste von der Grün auch Erzählungen, Reportagen, sowie ein Theaterstück und ein Opernlibretto. Mit elf Fernsehfilmen nach seinen Texten zählt er zu den am häufigsten verfilmten deutschen Schriftstellern. – Mehr erfahren …