Äbtissin Scholastica von Anhalt – Stich nach einem Gemälde von 1710 Scholastica von Anhalt-Zerbst (* 1451; † 31. August 1504 in Gern­rode) aus dem Ge­schlecht der Aska­nier war von 1469 bis 1504 die Äbtis­sin des freien welt­lichen Stif­tes Gern­rode und Frose. Sie prägte die Ge­schicke in der Spät­zeit des Stif­tes Gern­rode ent­schei­dend. Es gelang ihr, das Stift Gern­rode zu neuer geisti­ger Blüte zu führen. Wäh­rend ihrer langen Regent­schaft gelang es ihr, die im Stift vor­herrschen­den locke­ren Sitten zu bekämp­fen und das Ansehen des Stif­tes wieder­herzu­stellen. Daneben unter­hielt sie rege Kon­takte zu Ordens­geist­lichen und Gelehr­ten, die sie in ihre Kloster­schule einlud, damit diese vor den dort arbeiten­den Mäd­chen „das Wort Gottes erbau­lich aus­legen möch­ten“ und zu verhin­dern, dass diese gedanken­los über ihrer Hand­arbeit brüten. Ihren Bemü­hungen zur Verbes­serung der Stifts­finan­zen war dagegen kein dauer­hafter Erfolg beschie­den. Sie ver­wickelte das Stift in kost­spielige Gerichts­verfah­ren, so dass seine Finan­zen bei ihrem Tode völlig zer­rüttet waren. Unter ihrer Herr­schaft wurde im Stift 1489 ein Jubel­jahr abgehalten. – Mehr erfahren … Wikidata-Kurzbeschreibung für Scholastica von Anhalt: deutsche Äbtissin (Bearbeiten)