Die Carolina-Wolfspinne (Hogna carolinensis) ist die größte in Nord­amerika vorkommende Art aus der Familie der Wolf­spinnen (Lycosidae). Sie ist entgegen ihrem Trivial­namen weit über North und South Carolina großflächig in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus auch in der kanadischen Provinz Ontario sowie dem mexikanischen Bundes­staat Baja California verbreitet. Dort bewohnt die Spinne eine Vielzahl an offenen Habitaten (Lebensräumen). Bei der Carolina-Wolf­spinne handelt es sich wie bei vielen Wolfspinnen der Gattung Hogna um eine nacht­aktive Art, die zu jenen Vertretern der Gattung zählt, die eine Wohnröhre graben und diese mit einem Wohngespinst sowie der umliegen­den Vegetation auskleiden. Wie viele Wolfspinnen jagt auch die Carolina-Wolfspinne ohne ein Spinnennetz, sondern als freilaufender Lauerjäger. Dabei erlegt die Art entweder bei ihrer Wohn­röhre oder davon entfernt als opportu­nistischer Jäger andere Glieder­füßer oder kleinere Wirbel­tiere. Der Paarung geht ein Balz­ver­halten voraus. Das Weibchen trägt wie für Wolf­spinnen üblich sowohl den Eikokon als auch die daraus schlüpfenden Jung­tiere mit sich, ehe diese sich von dem Mutter­tier trennen und selbst­ständig über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heranwachsen. Bisse der Carolina-Wolfspinne beim Menschen sind dokumentiert. Der Biss gilt zwar als schmerz­haft, ruft jedoch im Normal­fall keine medizinisch relevanten Symptome hervor. Außerdem sind im Gift der Art anti­mikro­bielle Substanzen enthalten, eine für Spinnen ungewöhnliche Eigen­schaft. – Mehr erfahren …