Ray Crist (* 8. März 1900 in Mechanics­burg, Pennsyl­vania; † 23. Juli 2005 in Carlisle) war ein US-amerika­nischer Chemi­ker. Gegen Ende des 20. Jahr­hunderts lenkte Crist seine Aufmerk­sam­keit auf das Polymer Lignin, das Zell­wänden von Holz­pflanzen ihre Festig­keit gibt. Es bleibt bei der Her­stellung von Papier als Neben­produkt im Holz­schliff zurück. Er sah darin ein mög­liches Medium für eine preis­werte Bio­remedia­tion. Indem Crist Lignin mit Dimethyl­forma­mid mischte und dem ent­stande­nen Produkt Wärme zusetzte, um das zurück­gebliebene Lösungs­mittel zu entfer­nen, ent­wickelte er lignin­basierte Plastik­chips. Dieses poröse und trockene Mate­rial ist in der Lage, Metalle wie Blei und Cad­mium aufzu­nehmen. Im Novem­ber 2001 bean­tragten Crist und das Messiah College ein vorläu­figes Patent auf den ent­sprechen­den Prozess. Anfang 2002 erschie­nen seine Erkennt­nisse zur Resorp­tion von Metallio­nen durch Lignin in Environ­mental Science & Technology. Im Septem­ber dessel­ben Jahres ehrte ihn die gemein­nützige Organi­sation Experience Works als ältesten akti­ven Arbeiter der USA. Im Jahre 2005 erschie­nen seine Memoiren Listening to Nature: My Century in Science, die er mit Hilfe seines Sohnes Robert verfasste. Er starb nach einem Schlag­anfall am 23. Juli 2005 in Carlisle. – Mehr erfahren …