Die (nördliche) Back­stein­gotik ist eine in Nord­deutsch­land, dem Ost­see­raum, den Nieder­landen und Flandern verbrei­tete Bau­weise der Gotik. Die Nord­deutsche Back­stein­gotik ist nur ein Teil davon. Zahl­reiche Alt­städte, die von der Back­stein­archi­tektur geprägt sind, wurden zum Welt­kultur­erbe erklärt. Die Back­stein­gotik ist nur unscharf von der vor­gehen­den Back­stein­romanik und der nach­folgen­den Back­stein­renais­sance abge­grenzt. Das Ver­breitungs­gebiet der (nörd­lichen) Back­stein­gotik deckt sich weit­gehend mit dem Ein­fluss­gebiet der Hanse und ihrer west­europä­ischen Handels­partner oder auch Konkur­renten. Von den Bauten der Back­stein­gotik steht etwa 40 % südlich der Ost­see öst­lich der Elbe, mehr als ein Viertel west­lich der Ems und knapp ein Viertel in Nord­europa, davon das meiste in Däne­mark und fast nichts (drei teil­weise erhal­tene Bauten) in Norwegen. Die Süd­grenze verläuft in der Nähe des Nord­randes der Mittel­gebirge. Einer­seits gibt es Gegen­den, wo fast jede Dorf­kirche eine gotische Back­stein­kirche ist, etwa in Mecklen­burg oder an den großen Rhein­armen, anderer­seits solche, wo nur gewisse Gebäude­typen der Back­stein­gotik ange­hören. Dabei konnte sichtbarer Back­stein in manchen Gegenden knappe Ressour­cen oder Bescheiden­heit aus­drücken, in anderen Exklusivität. – Mehr erfahren …