Die Geschichte der Stadt Hebron beginnt mit einer befestigten Stadt der Frühbronzezeit auf dem Tell er-Rumēde. Hebron (arabisch الخليل al-Chalīl, DMG al-Ḫalīl), eine Großstadt in den Palästinensischen Autonomiegebieten und Hauptstadt des Gouvernements Hebron, ist insofern eine der ältesten Städte der Welt. Von der Spätantike bis in die Frühe Neuzeit war Hebron allerdings eher ein großes Dorf, bekannt vor allem wegen des Heiligtums der Patriarchengräber. Dieses hat für Juden (unter der Bezeichnung Machpela) und Muslime (als Haram al-Chalīl) herausragende Bedeutung; im Schatten des Heiligtums siedelten sich religiöse Institutionen beider Gemeinschaften an. In frühbyzantinischer Zeit und während der Kreuzfahrerherrschaft war das Heiligtum als Abrahamskirche auch ein christliches Pilgerziel. Es stand für christliche Pilger aber immer im Schatten ihrer Hauptziele in Jerusalem und Bethlehem. Nach der israelischen Einnahme des Westjordanlandes im Sechstagekrieg 1967 stand die Stadt Hebron neben der Jerusalemer Altstadt im besonderen Fokus der Siedlerbewegung. Mosche Levingers Gruppe bezog zunächst Wohneinheiten auf für vorgeblich militärischen Gebauch enteignetem Land östlich von Hebron (Neugründung Kirjat Arba) und etablierte ab 1979 (Beit Hadassah) eine Reihe von Enklaven innerhalb der Altstadt von Hebron. Beim Osloer Friedensprozess bestand für Hebron daher die singuläre Situation, dass die Stadt nicht nur wie alle Städte des Westjordanlandes von einem Kranz jüdischer Siedlungen umgeben ist, sondern sich eine Kette von jüdischen Mini-Siedlungen quer durch die Innenstadt zieht. Die Altstadt von Hebron gehört seit 2017 zum UNESCO-Welterbe. – Mehr erfahren …