Zeichnung eines weiblichen Torsos von Leonardo da Vinci (2. Hälfte 15. Jahrhundert) Die anato­mische Nomen­klatur wurde dafür ent­wickelt, dass es Fach­kundi­gen mög­lich ist, mit dersel­ben Benen­nung für einen bestimm­ten ana­tomi­schen Begriff auch immer diesel­ben Anteile, Regio­nen oder Lage­bezie­hungen im Körper eines Lebe­wesens der gleichen Art angeben zu können. Menschen benen­nen zum einen schon in der gleichen natür­lichen Sprache einen gleich­artig bestimm­ten Körper­teil nicht selten verschie­den (z. B. Haupt und Kopf) und grenzen ihn zum anderen oft auch unter­schied­lich von anderen Körper­teilen ab (wie z. B. gegenüber Hals und Nacken). Dabei benut­zen sie häufig für Teile des eigenen Körpers andere Namen als für vergleich­bare Teile des Körpers anderer Tiere. Daher gibt es eine Viel­zahl von Bezeich­nungen für ein ähn­liches oder das gleiche oder dasselbe Körper­teil. Schon seit der Antike wird daher nach einer allge­mein gülti­gen Namens­gebung gesucht für die äußer­lich sicht­baren Anteile eines Körpers, um sich mit ein­deutigen Benennun­gen klar verstän­digen zu können. In der Medizin des Alter­tums wurden vor allem griechi­sche und lateini­sche Namen verwendet.  – Mehr erfahren …