Aconia Fabia Paulina (* zwi­schen 324 und 332; † 384/387) war eine spät­an­tike römi­sche Ari­sto­kra­tin und Pries­te­rin. Sie war Toch­ter des Suf­fekt­kon­suls Aco­nius Catul­linus Phi­lo­ma­tius und seit 344 mit Vet­tius Ago­rius Prae­tex­ta­tus ver­hei­ra­tet. Das Ehe­paar hatte Besit­zun­gen auf zweien der Hügel Roms, dem Esqui­lin und dem Aven­tin, was durch dort gefun­dene Inschrif­ten nahe­ge­legt wird. Sie wurde durch ihren Mann in ver­schie­dene Mys­te­ri­en­kulte ein­ge­führt. Die meis­ten Infor­ma­tio­nen sind durch die vier Inschrif­ten auf einem Grab­denk­mal für Prae­tex­ta­tus und Pau­lina bekannt. Pau­lina gilt in Tei­len der moder­nen For­schung als Ver­fas­se­rin des Lob­ge­dich­tes auf Prae­tex­ta­tus, das sich auf der Rück­seite des Stei­nes befin­det. Das Ehe­paar war in der römi­schen Gesell­schaft ihrer Zeit unter ande­rem für sei­nen nicht­christ­li­chen Glau­ben bekannt. Pau­lina wird in zwei Brie­fen des Kir­chen­va­ters Hie­ro­ny­mus sowie in wei­te­ren zeit­ge­nös­si­schen christ­li­chen Pam­phle­ten für ihre heid­ni­sche Reli­gion ver­ur­teilt. Dabei wer­den ihre „ver­kom­me­nen“ heid­ni­schen Ansich­ten der christ­li­chen Askese nach dem Vor­bild der Jung­fräu­lich­keit Marias gegen­über­ge­stellt. – Mehr erfahren …