Der zusammengehörige Fundkomplex einer Gruppe antiker apulischer Bildervasen für eine Totenfeier besteht aus 29 Vasen, Tellern, Vasenfragmenten und Fragmentgruppen, die sich ehemals in der Antikensammlung Berlin befanden. Das Vasenensemble besteht aus zum Teil überdurchschnittlich großen und kostbaren Vasen, die reich mit Bildern des „reichen Stils“ der Apulischen Vasenmalerei verziert sind. Dazu kommen Vasen mittlerer und niederer Qualität. Neben gängigen Themen der griechischen Vasenmalerei wie Gigantomachie-Darstellungen, dem Tojanischen Sagenkreis oder den für Süditalien sehr typischen Bildern mit Jenseitsbezug finden sich auch Motive, die eher selten vorkommen. Dazu gehören Szenen aus den Sagen um Phrixos und Rhesos. Alle Stücke stammen wahrscheinlich aus einer Raubgrabung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gelangten über den Schweizer Kunsthandel zu Beginn der 1980er Jahre in die Berliner Sammlung. Zweifel an der rechtmäßigen Provenienzgeschichte kamen schon früh auf, wurden aber aufgrund grundsätzlich veränderter Haltungen in dieser Frage im Verlauf der letzten Jahre immer wichtiger. 2024 wurden sie an Italien zurückgegeben. – Mehr erfahren …