Eudaimonie (auch Eudämonie, altgriechisch εὐδαιμονία eudaimonía) ist ein Begriff der antiken Philosophie. Er bezeichnet eine gelungene Lebens­führung nach den Anfor­de­rungen und Grund­sätzen einer philoso­phischen Ethik und den damit verbundenen ausge­glichenen Gemüts­zustand. Das Wort wird gewöhnlich mit „Glück“ oder „Glück­seligkeit“ übersetzt. Diese Über­setzungen werden aber in der Forschung als ungenau kritisiert. Daher wird in der altertums­wissen­schaftlichen Fach­literatur „Eudaimonie“ oft unübersetzt gelassen. Für die zahlreichen antiken Denker, die eine „eudaimonis­tische“ – auf die Eudaimonie ausgerichtete – Ethik vertraten, war es selbst­verständlich, dass das mit diesem Begriff bezeichnete Ideal eigentlich das Ziel aller Menschen ist. Diese Annahme wird als „eudaimonis­tisches Axiom“ bezeichnet. Das Ziel galt als prinzipiell erreichbar. Den beschwer­lichen Weg zur Eudaimonie sahen die Philosophen in ihrer jeweiligen Lehre. Ein mit der Ziel­vorstellung verbundenes, sehr verbreitetes Ideal war die Selbst­genügsam­keit (Autarkie). – Mehr erfahren …