Ein deutscher Infanterist und ein toter sowjetischer Soldat vor einem brennenden Panzer, Juni 1941 Als Präventiv­kriegs­these, Prä­ventiv­schlag­these oder Prä­ventiv­kriegs­legende wird die Behaup­tung bezeich­net, der deutsche Angriff auf die Sowjet­union am 22. Juni 1941 habe einen bevor­stehen­den sowjeti­schen Angriff auf das Deut­sche Reich verhin­dert. Er sei daher kein völker­rechts­widri­ger Angriffs­krieg, son­dern ein vom Kriegs­völker­recht gedeck­ter Prä­ventiv­schlag gewesen. Die Rote Armee sei im Früh­jahr und Som­mer 1941 für einen beabsichtigten Angriff aufge­stellt gewe­sen. Diese These hatten Fach­histori­ker in den 1960er Jahren ent­kräf­tet. 1985 wurde sie erneut publi­ziert. Ab 1990 wurden neu gefun­dene Doku­mente zeit­weise auch in der Ge­schichts­wissen­schaft disku­tiert. Durch inter­nationa­len For­schungs­aus­tausch wurde die These bis 1997 noch­mals wider­legt. Sie gilt als Haupt­bestand­teil des Ge­schichts­revisio­nismus im deut­schen Rechts­extre­mismus, der auf die Rela­tivie­rung oder Leug­nung der Kriegs­schuld und Ver­bre­chen NS-Deutsch­lands zielt. – Mehr erfahren … Wikidata-Kurzbeschreibung für Präventivkriegsthese: Behauptung, der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 habe einen bevorstehenden sowjetischen Angriff auf das Deutsche Reich verhindert (Bearbeiten)