Der Große Brand von London (engl. The Great Fire of London) war eine große Feuer­katastrophe, die sich vom 2. bis 5. Septem­ber 1666 im Zentrum der engli­schen Haupt­stadt London ereig­nete und die mittel­alter­liche City of London inner­halb der alten römi­schen Stadt­mauer voll­ständig zer­störte, sich aber auch über die Mauer hinaus nach Westen aus­brei­tete. Das Feuer brach in einer Bäckerei in der Pudding Lane aus und breitete sich rasch aus. Der Einsatz der damals gängigen Brand­bekämpfungs­technik, nämlich die Schaffung von Brand­schneisen durch den Abreißen von Gebäuden im Weg des Feuers, verzö­gerte sich durch das anfäng­liche Zögern des Lord Mayor, Sir Thomas Bloodworth, erheblich. Die Ordnung auf den Straßen brach zusammen, als Gerüchte aufkamen, dass verdäch­tige Auslän­der Brände gelegt hätten. Das Feuer zerstörte die St Paul’s Cathedral und sprang über den River Fleet hinweg, wodurch der Hof von König Charles II. im White­hall Palace eben­falls gefähr­det war. Der Kampf gegen das Feuer konnte dank zweier ent­scheiden­der Fakto­ren gewonnen werden: Der starke Ostwind ließ nach, und die Garnison des Tower of London schuf mit Schieß­pulver wirk­same Brand­schnei­sen, die eine weitere Ausbrei­tung nach Osten verhinderten. – Mehr erfahren …