Der Schönbuch ist ein fast vollständig bewaldetes Gebiet südwestlich von Stuttgart im Keuperbergland des südwestdeutschen Schichtstufenlands. Im Jahr 1972 wurde sein Kerngebiet zum ersten Naturpark in Baden-Württemberg erklärt. Dieser 156 km² große Naturpark wird heute meist als Schönbuch bezeichnet, wohingegen für das ursprünglich so genannte, umfassendere Gebiet zur Unterscheidung meist die Bezeichnung Schönbuchregion verwendet wird. Im Jahr 1187 verlieh Friedrich I. Herzog von Schwaben das Recht, den Wald uneingeschränkt zu nutzen. Dabei wurde der Wald wie folgt bezeichnet: lateinisch nemore cui nomen est Schaienbuch‚ „der Wald, dessen Name Schaienbuch lautet“. In weiteren Erwähnungen aus dieser Zeit ist der Wald mittels „Schainbvoch“ oder „Schainbuch“ bezeichnet. Die Namensherkunft ist umstritten. Der höchste Punkt des Schönbuchs liegt auf dem 583 m ü. NN hohen Bromberg. Der Naturpark Schönbuch ist ein Naherholungsgebiet für die Region Stuttgart. Er wird von verhältnismäßig wenigen öffentlich befahrbaren Straßen erschlossen. Viele anderswo in dieser Region selten gewordene Pflanzen und Tiere wie Sonnentau, Stinkmorchel oder Eisvogel halten sich hier. Vom Bund Deutscher Forstleute wurde dem Schönbuch im Jahr 2014 der Titel Waldgebiet des Jahres verliehen. Er besitzt mit 86 Prozent den höchsten Waldanteil der Naturparks in Baden-Württemberg. In der Geschichte des Schönbuchs begründet ist die hohe Zahl alter, großer Eichen, die ein Alter von 350 Jahren und mehr aufweisen. – Mehr erfahren …