Von 1933 bis 1945 verwendete Flagge der Frauenabteilung des DRK Kranken­pflege im National­sozialis­mus be­schreibt als Teil der Kranken­pflege­geschichte die ideolo­gische, struktu­relle und perso­nelle Entwick­lung der beruf­lichen Kranken­pflege inner­halb des national­sozialisti­schen Gesund­heits­systems bis hin zur akti­ven Teil­habe der Kranken­pflege an der systema­tischen Ermor­dung von Pflege­bedürfti­gen. Inner­halb der Pflege­wissen­schaft werden die politi­schen Struktu­ren der Pflege­ver­bände, die Pro­zesse der Anpas­sung an die ideolo­gischen Kon­zepte der Medizin im National­sozialis­mus, das beruf­liche Rollen­verständ­nis der Pflege­kräfte sowie deren Instru­mentali­sierung unter­sucht. Die Jahre zwi­schen 1933 und 1945 im Deut­schen Reich werden auch als die dunklen Jahre der Kranken­pflege bezeich­net. Die Erfor­schung der Ära des National­sozialis­mus ist Teil der berufs­ethischen Aus­einander­setzung mit dem stereo­typen, christ­lichen und humani­tären Rollen­verständ­nis der Kranken­pflege und ihrer indivi­duellen Verant­wortung für den Patien­ten. Sie wird im Rahmen der Pflege­pädago­gik thema­tisiert und hat beson­dere histori­sche Bedeu­tung im Berufs­bereich der psychia­trischen Pflege.  – Mehr erfahren …