Die Primaresburg ist eine als Ruine erhaltene Burg­anlage am Franziskaner­kogel im Nord­westen der Markt­gemeinde Maria Lankowitz in der West­steier­mark. Eine erste Wehr­anlage lässt sich archäologisch bereits für die Zeit um 800 nachweisen. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Die Anlage gehört damit zu den ältesten urkundlich bekannten Burganlagen in der Steiermark. In den nach­folgenden Jahr­hunderten findet die Primares­burg immer wieder Erwähnung in Urkunden, dennoch lässt sich ihre Geschichte nur lückenhaft rekonstruieren. In der zweiten Hälfte des 13. Jahr­hunderts saßen die Herren von Wildon auf der Burg. Da er die Wildoner einer Verschwörung gegen ihn bezichtigte, ließ König Ottokar II. Přemysl die Anlage vermutlich schleifen. Die Burg wurde noch im 14. Jahr­hundert genutzt. Spätestens zu Beginn des 15. Jahr­hunderts galt die Primares­burg als verfallen. Die Herren von Graden erhielten von Herzog Ernst dem Eisernen die Erlaubnis, am Standort der Burg eine Festung zu errichten, dürften dieses Vorhaben aber zugunsten des Neubaus des Schlosses Lankowitz aufgegeben haben. Im Laufe der Zeit geriet der Standort der Primaresburg in Vergessen­heit, so dass sich Burgenforscher ab der Mitte des 19. Jahrhunderts an einer Lokalisierung versuchten. Der Franziskanerkogel wird in der Forschung mittlerweile allgemein als Standort angesehen. Von der Anlage haben sich nur spärliche Reste erhalten, die vor allem aus kaum sichtbaren Mauer­resten bestehen. Das Burgareal lässt sich in eine Kern- und eine Vorburg teilen, welche durch einen Graben mit vorgelagerten Wall voneinander getrennt waren. Bei Grabungen wurden im Bereich der Vorburg Mauer­reste freigelegt, die als Teil einer Ringmauer angesehen werden. Östlich der Vorburg befindet sich ein zweites, tiefer gelegenes Vorwerk. – Mehr erfahren …