Natakamani war ein nubischer König, der um 50 n. Chr. regierte. Er ist von einer großen Anzahl verschiedener Denkmäler bekannt, die seine enorme Bautätigkeit belegen. Obwohl er sicherlich der bedeutendste Herrscher der meroitischen Epoche (von 300 v. Chr. bis etwa 350 n. Chr.) des Reiches von Kusch war, ist wenig Gesichertes zu seiner Person und Regierungszeit bekannt. Seine meroitischen Inschriften sind bisher nicht übersetzbar. Seine Inschriften in ägyptischen Hieroglyphen sind meist nur sehr kurz und stammen von Tempeln, auf denen der Herrscher vor Gottheiten opfernd dargestellt wird. Historische Begebenheiten werden auf Tempelwänden nicht wiedergegeben. Natakamani wird nicht in zeitgenössischen griechischen oder römischen Texten genannt. Das Reich von Kusch ist die erste schwarzafrikanische Zivilisation, die im heutigen Sudan blühte und in deren Kultur sich ägyptische, subsahara-afrikanische und hellenistische Elemente mischten. – Mehr erfahren …