Die Burg Altena war eine spätmittelalterliche Stadtburg in Schüttorf im Landkreis Grafschaft Bentheim in Niedersachsen. Aufgrund ihrer architektonischen Verbindung von gotischen Elementen und der Weserrenaissance gilt die Burg in der regionalen Forschung als bedeutendes Beispiel der Profanarchitektur des 16. Jahrhunderts. Der älteste Teil der Anlage entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage datiert auf das Jahr 1372. Die Burg war als südöstlicher Eckpfeiler in die Stadtmauer Schüttorfs integriert und unterschied sich dadurch grundlegend von freistehenden Adelssitzen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschossen und teilweise schwer beschädigt. 1903 erwarb der Fabrikant Herman ten Wolde die Anlage, ließ die Palasruine sprengen und die erhaltenen Flügel zu Wohnzwecken umbauen. Im Jahr 1973 begann der Abriss der gesamten Burg für den Bau einer Durchgangsstraße. Der Verlust gilt in der Forschung als exemplarisch für den Umgang mit historischer Bausubstanz in der Nachkriegszeit, als verkehrsplanerische Interessen dem Denkmalschutz regelmäßig vorgingen. Seit dem 27. August 1988 erinnert auf dem Burg-Altena-Platz in Schüttorf eine Plastik des Künstlers Werner Ratering an den ehemaligen Standort und das mittelalterliche Asylrecht der Burg. – Mehr erfahren …