Satellitenbild des Nördlinger Rieses (große Rundstruktur rechts) und des Steinheimer Beckens (links unten) Beim Ries-Ereignis (auch Ries-Impakt) handelt es sich um einen Astero­iden­ein­schlag, der sich vor etwa 15 Millio­nen Jahren im heuti­gen Süd­deutsch­land ereig­net hat. Heute zeugt das Nörd­linger Ries, ein lang­hialer Ein­schlag­krater mit einem Durch­messer von etwa 24 km, von den gewal­tigen Ener­gien, die bei diesem Ereig­nis freige­setzt wurden. Das Nörd­linger Ries zählt zu den am besten erforsch­ten Ein­schlags­kratern der Erde. Seit 1960 nachge­wiesen werden konnte, dass die Ent­stehung des Ries­kraters auf den Ein­schlag eines Astero­iden zurück­zuführen ist, wurde von der Wissen­schaft eine recht detail­lierte Vorstel­lung von den Ereig­nissen bei seiner Ent­stehung vor 14,6 ± 0,2 Millio­nen Jahren ent­wickelt. In der Zeit nach dem Ein­schlag füllte sich der Krater mit Wasser, und ein 400 km² großer See ent­stand, der also nahezu das Aus­maß des Boden­sees erreichte. Nach rund zwei Millio­nen Jahren verlan­dete der See. Erst wäh­rend der Eis­zeiten wurde der heutige Ries­kessel durch Erosion freigelegt. – Mehr erfahren … Wikidata-Kurzbeschreibung für Ries-Ereignis: Kraterbildungen bei Nördlingen und bei Steinheim (Bearbeiten)