Das Gyūtō (japanisch 牛刀, etwa „Rind-Messer“, /ɡʲɯːtoː/, anhörenⓘ/?) ist ein japanisches Küchen­messer (Hōchō), das als Pendant zum europäischen Koch­messer gilt und ähnlich viel­seitig eingesetzt wird. Die Klinge ist schlank und relativ lang, beid­seitig geschliffen und für ziehende oder schiebende Schnitte ausgelegt. Im Vergleich zu traditionellen deutschen Koch­messern besitzt sie einen flacheren Schneiden­verlauf und einen geringeren Bauch. Gyūtō werden häufig aus hoch­gehärteten Kohlen­stoff­stählen gefertigt, wodurch sie eine hohe Schnitt­haltigkeit erreichen, jedoch empfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen sind. Der Messer­typ entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahr­hunderts während der Meiji-Ära, als sich die japanische Ess­kultur unter westlichem Ein­fluss veränderte und der Konsum von Fleisch zunahm. In dieser Phase über­nahmen japanische Schmiede Formen europäischer Koch­messer und entwickelten daraus das Gyūtō als eigen­ständige Variante. – Mehr erfahren …