Die Neue Heimat war ein in Hamburg am 26. März 1926 gegründetes gemeinnütziges Bau- und Wohnungsunternehmen. Es entwickelte sich nach 1950 zum größten nichtstaatlichen Wohnungsbau-Akteur Europas und schuf bis 1982 über 460.000 Wohnungen, zumeist im sozialen Wohnungsbau. Das Unternehmen expandierte nach dem Zweiten Weltkrieg und baute zahlreiche Siedlungen und Großwohnsiedlungen in Westdeutschland. In den 1960er Jahren weitete die Neue Heimat ihre Aktivitäten auf Städtebau und internationale Projekte aus. Neben Wohnungen errichtete sie auch Hotels, Universitäten, Kliniken oder Einkaufszentren. 1982 kam es zu einem Skandal, als bekannt wurde, dass Vorstandsmitglieder Gelder in Millionenhöhe veruntreut hatten. Zudem waren unter anderem im Auslandsgeschäft hohe Schulden entstanden. Dies führte in den darauffolgenden Jahren zur Abwicklung des Konzerns durch Regionalisierung. Die meisten Mietwohnungsbestände gingen dabei an öffentliche Wohnungsunternehmen, einige auch an private. Als Ende der Abwicklung gilt das Jahr 1998. Ein Teil der von der Neuen Heimat errichteten Siedlungen, Großsiedlungen und zahlreichen öffentlichen Gebäude prägt noch heute das Bild vieler deutscher Städte. – Mehr erfahren …