Die Rennstrecke Reims-Gueux war von 1926 bis 1966 eine der wichtigsten und bekann­testen Motor­sport-Strecken Frank­reichs. Sie lag rund sieben Kilo­meter westlich von Reims zwi­schen den Gemeinden Thillois, Gueux und Muizon im Département Marne. Die Strecke bestand aus einem Drei­ecks­kurs auf den öffent­lichen Straßen D 27, D 26 und RN 31. Auf ihr wurden unter anderem elf Formel-1-WM-Läufe zum Großen Preis des Auto­mobile Club de France ausge­tragen, weitere Formel-1- und Formel-2-Läufe, zahl­reiche Sport­wagen­rennen und zwei Läufe zur Motor­rad-Welt­meister­schaft. Beim Formel-1-Grand-Prix 1954 schaffte der spätere Sieger des Rennens, Juan Manuel Fangio, beim Debüt des neuen Strom­linien-Mercedes-Benz W196 wäh­rend der Trainings­läufe eine Premiere: Erst­mals in der Formel 1 wurde in einer Runde eine Durch­schnitts­geschwin­digkeit von knapp über 200 km/h erreicht. Der Renn­organisa­tor und Präsident des Auto­mobil­clubs der Champagne, Raymond „Toto“ Roche, belohnte das Über­schreiten dieser „Schall­mauer“ mit 50 Flaschen des typischen Getränks der Region, Champagner. – Mehr erfahren …